Fallschirm
Sport
Fallschirmspringen
Das
Fallschirmspringen ist zweifelsohne zu den faszinierendsten
Aktivitäten der heutigen Zeit zu zählen: Bei einer Höhe von
mehreren tausend Metern springt man aus einem Flugzeug und rast
dem Erdboden entgegen. Ein Gefühl von unglaublicher Freiheit
entsteht. Gleichzeitig blickt man aber auch gewisserweise dem
Tod ins Auge. Nach einiger Zeit löst man dann schließlich den
Fallschirm aus, was zur Folge hat, dass man mit einer
ungefährlichen Geschwindigkeit auf den Boden herab sinkt.
Wer dieses Erlebnis am eigenen Leib genießen möchte, benötigt
hierfür eine Lizenz, die durch das Absolvieren einer speziellen
Ausbildung ausgestellt wird. Voraussetzung ist lediglich ein
Gesundheitszeugnis von Hausarzt und das Absolvieren eines
Erste-Hilfe Kurses. Darüber hinaus ist auch noch das
Mindestalter zu berücksichtigen: Das Fallschirmspringen ist
grundsätzlich erst nach Abschluss des 14. Lebensjahres erlaubt.
Minderjährige benötigen auch noch eine Erlaubnis des
Erziehungsberechtigten, damit sie eine Ausbildung zum
Fallschirmspringer absolvieren dürfen.
Im Verlaufe der Ausbildung ist das
Fallschirmspringen lediglich unter Aufsicht eines Lehrers
gestattet. Erst wenn 23 Sprünge mit manueller Öffnung
vollzogen wurden, darf die Ausbildung abgeschlossen werden
und der Schüler erhält somit seine wohlverdiente
Lizenz.
Von diesem Zeitpunkt an ist es auch möglich, sich in einen
Wettbewerb mit anderen Springern zu begeben. Hierbei wird
zwischen den unterschiedlichsten Disziplinen unterschieden.
Beim Zielspringen geht es zum Beispiel darum, innerhalb einer
vorgegebenen Ladezone auf den Boden zu kommen. Beim
Stilspringen ist die Landung wiederum gänzlich irrelevant.
Hierbei geht es vielmehr darum, während des Fallens
verschiedene Drehungen und Saltos zu vollziehen. Somit ist
diese Disziplin ein wenig mit dem Turmspringen zu
vergleichen.
Diese beiden genannten Disziplinen stellen sozusagen die
Klassiker im Fallschirmspringen dar. Werden also offizielle
Turniere ausgetragen, so wird zumeist das Zielspringen oder das
Stilspringen angewandt. Darüber hinaus gibt es aber auch noch
viele weitere Disziplinen, sich sich ebenfalls an einer
ansteigenden Beliebtheit erfreuen. So zum Beispiel das
Para-Ski. Hierbei trägt der Fallschirmspringer Skier und landet
auf einem alpinen Gelände, sodass es nach der Landung direkt zu
einem Slalomlauf kommt. Eine gänzlich andere Variante stellt
wiederum das sogenannte Speedskydiving dar, wo das Ziel darin
besteht, während des Falls eine hohe Geschwindigkeit zu
erreichen.
Doch das Ziel der Fallschirmspringer besteht nicht nur aus dem
Absolvieren der verschiedenen Disziplinen. Beinahe noch
interessanter dürften die Rekorde sein, die in diesem Bereich
aufgestellt wurden. So zeichnet sich zum Beispiel der
amerikaner Joseph Kittinger für den höchsten Absprung aller
Zeiten verantwortlich. Am 16. August 1960 sprang der damals
32Jährige aus einem Flugzeug bei einer Höhe von über 31.000
Meter. Der längste freie Fall geht wiederum auf das Konto von
Evgeny Andreyev, der 25.600 Meter lang dem Erdboden entgegen
raste, ehe er schließlich seinen Fallschirm zog. Wer sich
ebenfalls nach dem Gefühl des freien Falls sehnt, hierfür aber
keine teure Ausbildung absolvieren möchte, darf es auch gerne
mit einem Tandem - Sprung versuchen. Dabei wird man gemeinsam
mit einem erfahrenen Springer aus dem Flugzeug springen, was
eine Ausbildung unnötig macht.
Weitere Informationen über das Fallschirmspringen stehen
selbstverständlich im Internet zur Verfügung.
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